Rezension „Die Hüter der Rose“ von Rebecca Gablé

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Die Hüter der Rose

Erschienen als Taschenbuch

1113 Seiten

ISBN: 978-3-404-15683-2

Erschienen bei Bastei Lübbe

 

 

Inhalt

England 1413: Als der dreizehnjähirge John of Waringham fürchten muss, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, reißt er aus und macht sich auf den Weg nach Westminster. Dort begegnet er König Harry und wird an dessen Seite schon jung zum Ritter und Kriegshelden. Doch Harrys plötzlicher Tod stürzt England in eine tiefe Krise, denn sein Sohn und Thronfolger ist gerade acht Monate alt…

Ich empfehle zuerst Das Lächeln der Fortuna zu lesen, da einem ansonsten viele Hintergründe in diesem Buch nicht gänzlich klar sind.

Meinung

Wir lernen John of Waringham das erste Mal 1413 kennen, als er gerade 13 Jahre alt ist. Er ist der jüngste gemeinsame Sohn von Robin und Blanche of Waringham. Er ist ein richtiger Waringham, ein absoluter Pferdenarr, denn in der Nacht als König Harry gekörnt wird, weil sein Vater König Henry IV verstorben ist schlägt der Blitz im Gestüt ein und John will die Pferde unbedingt retten. Selbst wenn er dadurch sein eigenes Leben in Gefahr bringt.

Er schloss einen Moment die Augen und hüllte sich in den vertrauten Pferdegeruch, der für ihn der tröstlichste auf der Welt war.

Seite 391

Als der Bischof von Winchester, Henry Beaufort zu Besuch nach Waringham kommt befürchtet John sein Vater will ihn in die kirchliche Laufbahn drängen und verschwindet bei Nacht und Nebel, um auf eigene Faust an den Hof des Königs zu kommen. Sein größter Wunsch ist es wie seine zwei Brüder Raymond und Mortimer Ritter des Königs zu werden. Doch sein Weg dorthin ist von einigen Schwierigkeiten gespickt und als er endlich den König trifft muss er den ersten Ketzer brennen sehen. Denn es sind schwierige Zeiten in England angebrochen. Es gibt viele Lollarden unter König Harrys Untertanen. Am Hof des Königs lernt John den jungen Somerset, John Beaufort kennen und die beiden John’s werden Freunde. Schon bald lernt John den Umgang bei Hofe, die Rangfolge und auch die Machtverhältnisse kennen, meist versteht er die Zusammenhänge erst nachdem Somerset sie ihm erklärt hat, denn Somerset befindet sich schon sein halbes junges Leben bei Hofe. Durch einen Zufall trifft John bei Hofe Bischof Beaufort wieder. Dieser sichert ihm zu auf ewig ein guter Freund zu sein und sollte er Rat brauchen oder Unterstützung könne er sich immer an ihn wenden. Bischof Beaufort ist der jüngste Sohn von John of Gaunt, dem Duke of Lancaster und somit auch dem Hause Waringham freundschaftlich gesinnt. Wie schon sein Vater leitet Beaufort die Geschicke bei Hof und versucht immer im Sinne Englands zu handeln. Er steht Harry so wie dessen Sohn bei schwierigen Entscheidungen bei und versucht sich dabei selbst nie zu bereichern. Auch ihm wird nach Harry’s Tod eine schwierige Aufgabe zu teil. Er muss mit den anderen des Kronrates aus einem Kind einen guten König formen.

Tja, Bruder. Jetzt weißt du, wie es sich anfühlt, der Hüter der roten Rose zu sein.

Seite 638

Das Buch die Hüter der Rose ist in vier große Abschnitte unterteilt. Wir beginnen im Jahr 1413 und beenden die Geschichte im Jahre 1442. Zwischen den Abschnitten sind jeweils zwei bis vier Jahre vergangen ehe wir wieder in die Geschichte einsteigen. Ich bin fasziniert wie sich Rebecca Gablé mit den ganzen Namen der Duke’s und Earl’s und die Verwandtschaftsgeschichten dazu auskennt. Ich musste zwischenzeitlich ziemlich überlegen wer jetzt genau mit wem verwandt ist und wer jetzt dieser Earl oder Duke schon wieder ist. Ich hätte eine Tabelle gebraucht, um das alles relativ gut überblicken zu können. Auch in diesem Buch ist es ihr wieder gelungen Fiktion und Tatsachen miteinander zu verweben, so dass der Leser wie gefangen ist in diesem Buch.

Auch in diesem Buch hat es mir wieder ein Lancaster angetan. Wie sollte es auch anders sein. Da Bischof Beaufort wie auch schon sein Vater alles daran setzt England und dem König zu dienen gewinnt auch er mit seiner Umsicht und Weitsichtigkeit meine Hochachtung. Ich finde es faszinierend wie schnell er Zusammenhänge herstellt, wo scheinbar keine sind und wie er seine Macht nie versucht zu missbrauchen, da kann ich über kleine Verfehlungen seinerseits hinwegsehen. Auch mir ist bewusst, dass ich diese Figur nur so toll finde, weil Rebecca Gablé ihn so für sich zurecht gebogen hat aus den Teilen, welche historisch belegt sind und aus dem was seine Kritiker über ihn sagen. Nur auf Grund der Entscheidung von Rebecca Gablé finde ich diesen Mann so symphatisch.

Fazit

Ein Buch mit Suchtfaktor. Die detailliebe und die tollen, realistisch beschriebenen Charakter lassen den Leser in eine längst vergangene Welt eintauchen und der Leser begleitet John of Waringham mit seinem losen Mundwerk und seiner liebe zu den Pferden. Er schummelt sich heimlich ins Herz und lässt es für Waringham höher schlagen. 5/5 Punkte.

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Janice, Lesen ist -> Rezension

 

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4 Gedanken zu „Rezension „Die Hüter der Rose“ von Rebecca Gablé

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