Rezension „Das Lächeln der Fortuna Erweiterte Ausgabe“ von Rebecca Gablé

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Das Lächeln der Fortuna – Erweiterte Ausgabe

Erschienen als Taschenbuch

1754 Seiten

ISBN: 978-3-404-16944

Erschienen bei Bastei Lübbe

 

 

Inhalt

„Jetzt bist du der Älteste, Robin. Es besteht kein Grund mehr, dass du Mönch wirst. Das Land und der Titel werden irgendwann auf dich übergehen. Ich werde dich aus diesem Kloster holen, sobald ich zurück bin, das verspreche ich dir. Du musst lernen, was es bedeutet, ein Ritter des Königs zu sein. Das ist es, was zählt, Robin. Tapferkeit, Ehre, Großmut, Loyalität. Diese Eigenschaften haben England groß gemacht, und du musst dir zum Ziel machen, sie zu erlangen … Vergiss nie worauf es wirklich ankommt!“

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Meinung

Wir lernen Robin, Robert of Waringham das erste Mal 1360 kennen, als er gerade 12 Jahre alt ist und in einem Kloster lebt, da er einmal Mönch werden soll. Wie so viele Söhne adeliger Abstammung ist er leider nicht in der Lage seinen Vater zu beerben, da er noch einen älteren Bruder hat, der den Titel erben wird. Doch es kommt alles anders als geplant, denn sein Bruder fällt der Pest zum Opfer und so rückt er an dessen Stelle. Sein Vater hat ihm versprochen, sobald er aus dem Krieg wieder heim kehrt wird auch Robin zurück nach Waringham kehren, um zu lernen was es bedeutet ein Ritter des Königs zu sein. Leider wird es dazu nicht kommen, sein Vater kehrt nie aus dem Krieg heim und so beschließt der junge Robin sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und büxt aus aus dem Kloster. Unterwegs stolpert er von einer Katastrophe in die nächste und lernt so den Tuchhändler William Hillock kennen. Mit ihm zusammen reist es sich leichter nach Waringham. Die Sehnsucht von Robin nach Waringham ist richtig ansteckend. Dort angekommen verdingt er sich als Pferdeknecht. Wie passend für einen Waringham, denn alle Waringham’s haben eine spezielle Gabe. Sie können fühlen was in den Pferden vorgeht. Durch die besondere Gabe von Rebecca Gablé bleibt einem gar nichts anderes übrig als Robin ins Herz zu schließen und ihn voller Begeisterung durch die Jahre zu begleiten und mit ihm die Sehnsucht nach Waringham zu teilen. Er kann leider nicht sein selbst gewähltes Leben als unbekannter Pferdeknecht weiterleben, denn der neue Earl of Waringham ist ein alter Freund seines Vaters und fühlt sich verpflichtet ihm die Wahrheit zu erzählen und ihm alle Wege offen zu lassen, falls er doch mal ein Ritter werden möchte. So kettet Geoffrey Dermond Robin an seinen Sohn Mortimer. Noch ist dem Earl nicht klar, was das für weitreichende Folgen haben wird. Conrad, der Stallmeister vom Gestüt stimmt nur widerwillig zu, dass Robin Schwertunterricht haben wird. Doch es bleibt ihm nichts anderes übrig. Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf und dann taucht auch noch Robin’s einzige lebende Schwester Agnes in Waringham auf. Als die Pest grausam in Waringham wütet stolpert Robin im Wald über den taubstummen Leofric und dieser wird von diesem Tag an sein stiller Schatten und bester Freund werden. Mortimer wütet mit grausamer Hand im Dorf und quält die Menschen. Als Sir Geoffrey stirbt und Mortimer das Lehen und den Titel erbt nehmen die Anfeindungen zu und Robin beschließt es ist besser Waringham schweren Herzens den Rücken zu kehren, um mit dem König in den Krieg zu ziehen. Durch einen lächerlichen Zufall muss Robin kurzfristig der Earl of Waringham werden und lernt so John of Gaunt kennen. Der Duke of Lancaster lenkt die Geschicke am Hof des Königs, denn er ist des Königs Sohn und der Bruder des Schwarzen Prinzens. Durch John of Gaunt und Rebecca Gablé bin ich eindeutig dem Hause Lancaster zugetan und kann das Haus York nicht wirklich leiden. Denn ich bewundere Lancaster für seine Weitsicht und die Gabe nie mehr zu fordern als ihm tatsächlich zu steht. Viele Jahre kämpft Robin als Lehensmann an der Seite des Duke of Lancaster und wird so zum Gewissen des Hauses Lancaster. Denn John schätzt Robin’s lose Zunge, die ihn schon manches Mal in Schwierigkeiten gebracht hat, denn er sagt immer unmittelbar die Wahrheit ohne groß darüber nach zu denken. So gelangt er unter dem Duke of Lancaster zu hohem Stand und einem eigenen Lehen. Und hilft England zu einem neuen und besseren König. Böse Zungen behaupten deswegen er und Lancaster seien Königsmacher, denn sie haben Henry IV auf den Thron geholfen. Robin war und ist sein stetiger Begleiter, Ratgeber, Soldat und Freund. Auch Robin’s Kinder sind dem Hause Lancaster verbunden.

 Warum so eilig, Männer? Der Krieg wird euch schon nicht davonlaufen. Seid unbesorgt. Dieser Krieg wird hundert Jahre dauern.“ 

Seite 188

 

Die zwei Bücher sind immer in Jahresabschnitte eingeteilt und insgesamt verfolgen wir Robin’s Leben über 39 Jahre. Am Ende der erweiterten Ausgabe kann der Leser entscheiden, ob er das Ende der erweiterten Ausgabe lesen möchte oder das Ende der gekürzten Fassung.

 „… Ich habe Verwendung für Männer, die unbequeme Wahrheiten aussprechen.“

Seite 547

Fazit

Ich liebe die Waringham-Saga. Durch Rebecca Gablé’s Schreibstil fühle ich mich in diesem Buch sofort geborgen und wohl. Ich leide mit Robin. Ich will wissen wie es ihm ergeht und kann das Buch kaum aus den Händen legen. Auch beim zweiten Mal lesen fehlt es mir nicht an Motivation ihn durch sein Leben zu begleiten. Es ist eines der besten historischen Romanen, die ich bisher gelesen haben. 5/5 Punkte

 

Weitere Bücher zur Waringham-Saga

Die Hüter der Rose -> Rezension 

Das Spiel der Könige -> Rezension 

Der dunkle Thron 

Der Palast der Meere

4 Gedanken zu „Rezension „Das Lächeln der Fortuna Erweiterte Ausgabe“ von Rebecca Gablé

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