Rezension „Der Feind in meinem Topf“ von Susanne Schäfer

Der Feind in meinem Topf 1Zum Buch

Der Feind in meinem Topf

Erschienen als gebundene Ausgabe

238 Seiten

ISBN: 978-3-455-50350-0

Erschienen bei Hoffmann und Campe

 

 

Inhalt

Weg von der Ernährungshysterie – hin zu einer gelassenen Esskultur

Weizenesser sterben früher, Gluten verklebt den Körper von innen, Milch macht sowieso krank? Essen wird immer häufiger als Bedrohung wahrgenommen. Susanne Schäfer räumt auf mit diesen Legenden vom bösen Essen und geht diffusen Ängsten, echten und gefühlten Unverträglichkeiten auf den Grund. In einem Selbstversuch findet sie heraus, was von all dem Testen und Therapieren zu halten ist. Und stellt fest: Nie war es so einfach wie heute, sich gut und gesund zu ernähren.

2015-03-29 16.38.09

Meinung

Herrlich erfrischend nimmt Susanne Schäfer die Mythen rund um alle Nahrungsmittelallergien unter die Lupe. Für Gäste kochen ist mittlerweile nicht mehr einfach. Der eine leidet unter Glutenunverträglichkeit, der nächste ist Lactoseintolerant und vergessen wir mal nicht die Fructoseunverträglichkeit. Schon auf der ersten Seite des Buches musste ich schmunzeln. Heutzutage ist es nicht einfach für Gäste zu kochen. Doch die wenigsten, die sich selbst auf Diät setzen leiden tatsächlich an irgendeiner Unverträglichkeit. Die Autorin spricht niemandem seine Allergie oder Unverträglichkeit ab. Natürlich gibt es Menschen, die kein Gluten, Lactose oder Fructose essen können, aber statistisch gesehen ist die Prozentzahl relativ gering. Denn mittlerweile sind Unverträglichkeiten zur Mode geworden und unsere Ernährungsindustrie gaukelt uns vor, wenn wir solche Sachen meiden würden wir uns gesünder ernähren. Vollkommen egal ob unser Organismus diese Sachen vielleicht benötigen würde. Es ist aber auch wirklich schwierig sich in dem ganzen Dschungel aus unterschiedlichen Statistiken, Ernährungsberaten und wissenschaftlichen Entdeckungen zurecht zu finden, denn jeder behauptet er habe das richtige Konzept zum gesund leben. Leider gibt es auch Menschen, die ihren Vorteil daraus ziehen und mit den Ängsten ihrer Mitmenschen Geld machen, so werden unterschiedliche Bluttests oder Atemtest angeboten, um evtl. Allergien herauszufiltern.

Mittlerweile definieren wir uns in unserer heutigen Gesellschaft größtenteils nur noch über die Ernährung. Die einen ernähren sich nur noch vegan, vegetarisch, die anderen halten sich an Low Carb, wieder andere ernähren sich wie in der Steinzeit (Paläo-Diät). Unter diesem ganzen Angebot versuchen wir für uns selbst die Mitte zu finden, so sollte es zumindest sein, aber da wir auch in unserer Gesellschaft anerkannt sein wollen essen viele vor anderen Menschen nur das, was in ihren Augen die richtige, gesunde Ernährung ist. Ungesundes Essen und Rauchen wird dann nur noch in aller Heimlichkeit gemacht, keiner soll mitbekommen, was wir unserem Körper zu muten. Das alles ist die Folge von unserem heutigen Wissenstand. War früher noch der dicke, rundliche Bauch ein Zeichen von Wohlstand ist es heute der durchtrainierte Körper, welcher sich nur mit Obst und Gemüse ernährt.

 Einfach essen, weil es schmeckt und satt macht, war gestern.

Seite 136

Fazit

Ein interessantes, unterhaltsames und informatives Buch zum Thema Ernährung und deren Mythen. All diejenigen, die sich für so etwas interessieren sollten es sich wirklich überlegen dieses Buch zu lesen. Auch wenn man nicht im medizinischen Bereich tätig ist.

5/5 Punkte

2 Gedanken zu „Rezension „Der Feind in meinem Topf“ von Susanne Schäfer

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