Rezension „Die Liebe deines Lebens“ von Cecelia Ahern

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Die Liebe deines Lebens

Übersetzung von Christine Strüh

Erschienen als gebundene Ausgabe

376 Seiten

ISBN: 978-3-8105-0151-6

Erschienen bei Krüger

 

Inhalt

Liebe ist … zu leben!

Adam will einfach nur, dass alles aufhört. Er ist über das Geländer der Brücke geklettert und schaut hinunter in das kalte, schwarze Wasser. Christine will einfach nur helfen. Mit einem Deal kann sie Adam vom Springen abhalten: Bis zu seinem nächsten Geburtstag wird sie ihn überzeugen, dass das Leben lebenswert ist! Schnell wird klar, dass sie ihn nur retten kann, wenn sie ihn mit seiner großen Liebe zusammenbringt. Doch dann merkt Christine, wie sie sich selbst Hals über Kopf in Adam verliebt…

 2015-01-18 15.26.18

Meinung

Christine behauptet von sich selber eine Helferin zu sein, eigentlich ist sie Jobvermittlerin. Mit diesem Helfersyndrom läuft sie als einzige auf Adam zu, der auf der anderen Seite des Brückengeländers steht und bereit ist zu springen. Sie will ihm unbedingt helfen. Auf Biegen und Brechen setzt sie alles daran, dass er nicht springt. Schließlich schließen die beiden einen Deal. Christine hat bis zu seinem nächsten Geburtstag Zeit ihn davon zu überzeugen, dass das Leben schön ist. Christines ganzes Leben richtet sich nach Ratgebern aus. Für alles und jeden besitzt sie einen geeigneten Ratgeber. Sie weiß immer genau welcher der passende für die Situation ist. Dabei bemerkt sie überhaupt nicht wie sie Adam damit überrollt. Er ist depressiv und möchte nur sterben und all dem endlich ein Ende zu setzen. Seine Freundin hat ihn verlassen, seine Mutter ist tot, seine Schwester korrupt und der Vater ein gefühlskalter Mensch. Er ist ihr Versuchskaninchen, nachdem sie den ersten Selbstmörder nicht davon abhalten konnte sich etwas anzutun. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass auch Christine selbst eine Therapie nötig hätte. Sie versucht sich gleichzeitig mit Adam zu therapieren und zu heilen. Sie kann es nicht leiden, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Leider wurde ich das ganze Buch über mit der Protagonistin nicht wirklich warm, ihre Neugierde alles wissen zu müssen und überall mitzureden treibt mich in den Wahnsinn. Jedem muss sie helfen, ob derjenige das möchte oder nicht spielt dabei keine Rolle. Sie merkt auch nicht, wenn sie etwas dadurch nur viel schlimmer macht, davor verschließt sie einfach die Augen und blickt darüber hinweg.

Leider hat die Autorin versucht zu viele Geschichten in ein Buch zu packen. Da wäre der finanzielle Ruin wie bei Simon, damit verbunden der Selbstmordversuch. In ein Leben gezwungen werden, dass man so nicht möchte, allein und depressiv wie bei Adam, das schwarze Schaf der Familie und eine unglückliche Ehe wie Christine. Eine pflegebedürftige Mutter, die nicht im Stich gelassen werden kann wie bei Amelia, Cyber-Mobbing wie bei Carolina und kriminell, finanziell völlig ruiniert wie Livinia und Ehemann. Manche Sachen waren für die Geschichte sicherlich notwendig. Aber da wären z.B. die Cyber-Mobbing Geschichte, die hätte auch einfach weggelassen werden können, denn sie hatte überhaupt keinen Bezug zur Hauptgeschichte.

 

Fazit

Ich hatte mich auf einen tollen Liebesroman gefreut, leider konnte mich Cecelia Ahern mit diesem Roman nicht überzeugen. Er war teilweise sehr langatmig und erinnerte mich ein bisschen an Ein ganzes halbes Jahr. Nur hat mich die Story dort mehr überzeugt. Auch mit der Protagonistin wurde ich den ganzen Roman lang nicht warm. Die Idee hinter der Geschichte war eigentlich toll nur wurde das Ganze leider etwas falsch rüber gebracht.

3/5 Punkte

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