Rezension „In weisser Stille“ von Inge Löhnig

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In weisser Stille 2. Teil

Erschienen als Taschenbuch

443 Seiten

ISBN: 978-3-548-26865-1

Erschienen bei Ullstein

1. Teil Der Sünde Sold

 

Inhalt

Ein stürmischer Oktoberabend: In seinem Wochenendhaus am Starnberger See wird ein pensionierter Kinderarzt tot aufgefunden. An eine Heizung gefesselt, ist er langsam verdurstet – ein qualvoller Tod, der sofort die Frage nach dem Motiv aufwirft. Erste Spuren deuten auf Raubmord hin. Doch als Kommissar Konstantin Dühnfort nach und nach den dunklen Charakter des Toten enthüllt, stößt er auf ein Drama, das die längst erwachsenen Kinder des Ermordeten bis heute verfolgt.

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Konstantin Dühnfort wird an einen Tatort gerufen, dort deutet alles auf Raubmord hin. Doch Dühnfort kann dies nicht so ganz glauben, denn es bleibt ein flaues Gefühl in der Magengegend. Die grausamen Umstände, die zum Tod des angesehenen, pensionierten Kinderarztes Wolfram Heckeroth führten deuten darauf hin, dass viel mehr hinter dieser Sache steckt als auf den ersten Blick erkennbar. Heckeroth hatte erst vor kurzer Zeit seine Frau verloren und lebte jetzt alleine. Nach und nach kommt Dühnfort der ganzen Sache auf die Spur, jedoch bleibt der Fall lange undurchsichtig. Heckeroth hat drei gänzlich unterschiedliche Kinder. Ein schwarzes Schaf der Familie, Betram, eine Tochter Caroline, die sich von ihrem Vater nie beachtet gefühlt hat und einen Sohn Albert, der immer versuchte seinem Vater alles recht zu machen. Selbst wenn dabei seine eigene Familie auf der Strecke blieb. Durch Zufall stößt Dühnfort auf einen Ordner mit Fotos von jungen Frauen in einer nicht natürlichen Position. Es stellt sich heraus, dass der alte Heckeroth ein großer Manipulator war und immer genau das erreichte was er wollte. Dühnfort und seine Kollegen müssen tief in den Familiengeheimnissen der Heckeroths graben, um den Fall zu lösen.

Meinung

Inga Löhnig schafft mit in weisser Stille einen spannenden Krimi. Immer wieder glaubte ich den Mörder bereits zu kennen, dann kam wieder ein neues Detail hinzu und mein Tatverdächtiger wurde erneut entlastet. Immer wieder taucht der Leser in eine kurze Erinnerung der Kinder an ihren Vater ab und es kommen neue Dinge an die Oberfläche, die sich bis heute im Leben der Kinder zeigen. Es zeigt wie viel Macht Eltern über ihre Kinder haben und wie diese Macht das Leben auch bereits erwachsener Kinder noch prägen kann. Zum Ende hin sind alle Fragen schlüssig erklärt und es zeigt sich, dass der Täter eigentlich doch die ganze Zeit irgendwie verdächtig war und dennoch die Zweifel immer wieder ausgeräumt wurden.

Auch Dühnforts Privatleben kommt nicht zu kurz und nimmt eine unerwartete Wendung.

Fazit

Ein packender, spannender Kriminalfall mit viel tiefgründiger Familiengeschichte und belastenden Geheimnissen, die den Leser mitfiebern lassen.

4/5 Punkte

 

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