Rezension „Silber – Das zweite Buch der Träume“ von Kerstin Gier

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Silber – Das zweite Buch der Träume

Erschienen als gebundene Ausgabe

415 Seiten

ISBN: 978-3-8414-2167-8

Erschienen bei Fischer FJB

 

Achtung! Die Rezension enthält Spoiler zu Silber – Das erste Buch der Träume.

Die Bewertung kann ohne Gefahr gelesen werden.

Inhalt

Und da hörte ich es, mitten in das plötzliche Schweigen hinein: ein vertrautes, unheilvolles Rascheln, nur ein paar Meter entfernt. Obwohl niemand zu sehen war und eine vernünftige Stimme in meinem Kopf sagte, dass das hier sowieso nur ein Traum sei, konnte ich nicht verhindern, dass die Angst in mir hochkroch, genauso unheilvoll wie das Rascheln.

Ohne genau zu wissen, was ich tat und vor wem ich davonlief, fing ich wieder zu rennen an.

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Noch nie hatte ich mich so sehr nach der Zeit zurückgesehnt, als ein böser Traum nach dem Aufwachen wirklich nichts als ein böser Traum gewesen war.

Seite 213

 

Auch im zweiten Teil der Silber-Triologie begleiten wir Liv wieder im Traum durch die Korridore. Zu Anfang steht das Patchwork Leben der Familie im Mittelpunkt. Besitzergreifend drängt sich Florence und Graysons Großmutter in das Familienleben und fährt einiges an Geschütze auf um Ann, Mias und Livs Mutter aus dem Leben ihres Sohnes zu verdrängen. Was die beiden Geschwister dazu veranlasst sich gegen das Bocker (Biest in Ocker) auf sehr unkonventionelle Art und Weise zur Wehr zu setzen. Leider ist das Bocker und das schwierige Familienleben nicht Livs einziges Problem. Denn auf dem Klatsch-Blog Tittle-Tattle wird sie plötzlich zur Zielscheibe und es werden ihre intimsten Geheimnisse preisgegeben. Durch die Welt in ihren Träumen versucht Liv den Problemen zu entfliehen. Allerdings verfolgt sie seit kurzem in den Korridoren ein unheimliches Gefühl, welches sie nicht genau benennen kann. Denn seit Anabel, ihre Feindin, in der psychiatrischen Klinik eingesperrt ist verspürte Liv keine Angst mehr in den Korridoren herum zu laufen. Doch in letzter Zeit warnt sie ihr Inneres vor einer Gefahr in eben jenen Traumkorridoren. Die Tatsache, dass sie einen Feind hat, der ihr das Leben nicht nur in der realen Welt versucht zur Hölle zu machen, sondern auch noch in ihren Träumen trägt nicht dazu bei, dieses Gefühl abzuschalten. Und dann bewahrtet sich doch tatsächlich ihr Gefühl, denn Liv weiß sehr gut, wie schnell man sich mit den richtigen Hilfsmitteln in die Träume anderer Menschen schleichen kann. Dennoch steht sie völlig neben sich als ihr allerschlimmster Albtraum wahr wird…. Und nicht mehr nur ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht. Denn jemand, mit dem sie eine alte Rechnung offen hat, will diese auf perfide Art befriedigen.

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Bewertung

Silber – Das zweite Buch der Träume bekommt von mir 4/5 Punkten. Auch der zweite Teil lädt zum mitfiebern und mitträumen ein. Zu Anfang stehen wir in mitten der Krise einer Patchwork-Familie und erfahren etwas mehr von den anderen Familienmitglieder. Leider kam Grayson für mich an dieser Stelle etwas zu kurz. Dafür lernen wir gemeinsam mit Liv, langsam den geheimnisvollen Henry etwas besser kennen und tauchen in seine Welt ein. Nicht nur im Traum. Die Spannung baut sich dann erst zur Hälfte des Buches auf und packt einen dann, so dass ich mich manchmal in der Früh schon auch fragte, was ich denn wohl geträumt hatte. Ich bin sehr gespannt wie die Triologie enden wird und vor allem wer sich wohl hinter dem Pseudonym Secrecy verbirgt. Insgesamt habe ich schöne, gemütliche Lesestunden mit dem Buch verbracht.

2 Gedanken zu „Rezension „Silber – Das zweite Buch der Träume“ von Kerstin Gier

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