Rezension „Ich.Bin.So.Glücklich.“ von Jessica Knoll

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Ich.Bin.So.Glücklich.

Originaltitel: Luckiest Girl Alive

Übersetzung: Kristina Dorn-Ruhl

Erschienen als broschierte Ausgabe

414 Seiten

ISBN: 978-3-86396-086-5

Erschienen bei Egmont-ink

 

Inhalt

Ani FaNelli müsste die glücklichste Frau der Welt sein: Sie hat einen glamourösen Job, trägt die neuesten Designerkleidung und wird in wenigen Wochen ihrem gut aussehenden, adligen Verlobten auf einer sündhaft teuren Hochzeit das Jawort geben. Anis Leben ist perfekt. Fast. Denn Ani hat ein Geheimnis. Ein dunkles, brutales Geheimnis, das sie seit ihrer Jugend verfolgt. Jetzt hat es sie eingeholt. Und es droht, ihre perfekte Bilderbuchwelt für immer zu zerstören.

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 Meinung

Angefangen hat alles mit einem lilanen Umschlag und einer schwarzen Rose mit einer Karte daran. Lovelybooks hat mich neugierig darauf gemacht und ich habe mich bei der Leserunde dafür beworben und das Buch tatsächlich gewonnen.

Welch eine Überraschung
Welch eine Überraschung

Es ist wie bei einem Busunglück. Man weiß genau was passieren wird und man kann trotzdem nicht wegschauen. Genau so ist es mir mit diesem Buch ergangen, aber aus der Hand legen ging trotzdem nicht. Ich fand die Protagonisten Ani absolut unsympathisch, sie ist fies, zickig, hinterhältig und berechnend. Sie ist immer darauf bedacht, alles so zu tun, dass keiner etwas an ihr auszusetzen hat. Sie dekoriert sich selbst so, dass alle Welt draußen sehen kann wie toll sie ist. Obwohl sie sich selbst gar nicht toll findet. Alles besteht nur zum Schein. Ja selbst ihre Beziehung vermittelt den Anschein nur eine Fassade nach außen zu sein, denn Ani ist es sehr wichtig was andere, womöglich komplett fremde Menschen von ihr denken. Sie will von allen akzeptiert und geliebt werden. Sie biedert sich den Menschen an. Ihr Verlobter Luke ist ein Kotzbrocken, auch ihn konnte ich nicht wirklich leiden. Er hat mit dieser Kratzbürste von Verlobten sicherlich kein leichtes los, doch ihn interessiert es gar nicht warum Ani so ist wie sie ist. Er gibt sich keinerlei Mühe, obwohl er ganz eindeutig ihr Geheimnis kennt. Im Gegensatz zum Leser. Doch er findet ihr Geheimnis als lästig und vermittelt den Eindruck, dass er nur will das seine Frau oberflächlich bleibt. Er möchte sich gar nicht mit ihrem Seelenleben befassen. Es interessiert ihn schlichtweg einfach nicht. Die einzige wirklich sympathische Person ist der Andrew Larson, der Lehrer von Ani.

Niemand verdiente es, so glücklich zu sein.

Seite 54

Kommen wir jetzt zu Ani’s Geheimnis. Lange Zeit lässt die Autorin den Leser im unklaren was genau das so brisante Geheimnis ist. So stellte ich Vermutungen an und habe sie doch wieder verworfen. Doch irgendwann war ich auf dem richtigen Weg, doch ich muss sagen der Klappentext lässt einen ein ganz anderes Geheimnis vermuten und so war ich etwas erstaunt über die Wendung, welche das Buch vollführt hat. Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und zwischen Gegenwart und Vergangenheit von Kapitel zu Kapitel wechselt hat der Leser einen recht guten Einblick in Ani’s Psyche. Und den braucht der Leser auch, um überhaupt verstehen zu können wie das alles passieren konnte. Auch wenn ich nach dem ich das Buch beendet hatte immer noch nicht wirklich nachvollziehen konnte wie Ani es überhaupt so weit hat kommen lassen kann ich zumindest besser verstehen wieso sie so ist wie sie eben jetzt ist.

Glaube ist, wenn jemand etwas in dir sieht, das du selbst nicht siehst, und alles dafür tut, damit du es in dir erkennst.

Seite 176

Cover

Das Cover mit der aufgedruckten Rose ist wunderschön und fühlt sich auch richtig toll an. Man kann spüren, dass die Rose aufgedruckt ist. Das Cover war ein weiterer Grund weshalb ich dieses Buch unbedingt haben wollte.

Fazit

Der Klappentext verspricht etwas ganz anderes, dennoch ist das Buch eine gute Unterhaltung für zwischendurch. Und lässt den Leser mit gemischten Gefühlen zurück. Es zeigt was ein Mensch alles tut für Anerkennung, wenn er diese nicht von zu Hause erhält. 3/5 Punkte

2 Gedanken zu „Rezension „Ich.Bin.So.Glücklich.“ von Jessica Knoll

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