Rezension „In Frühlingsnächten“ von Jetta Carleton

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In Frühlingsnächten

Übersetzung von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Erschienen als Taschenbuch

317 Seiten

ISBN: 978-3-462-04394-5

Erschienen bei KiWi

 

Inhalt

Missouri, Anfang der Vierzigerjahre: Allen Liles, Mitte zwanzig, träumt von New York, vom Theater, von der Musik, vom Schreiben. Stattdessen beginnt sie an einem College in der tiefsten Provinz zu unterrichten, wie ihre Mutter und ihre Großmutter. Dort öffnet sie ihren Studenten ein Tor zur Welt, sie treffen sich in Bars und Cafés, diskutieren über Literatur, Philosophie, das Leben, bis spät in die Nacht. Als Allen sich in einen der Studenten verliebt, erkennt sie Grenzen, die sie lange ignoriert hat.

Meinung

Gleich zu Anfang tat ich mich mit Allen als Protagonistin sehr schwer. Es dauerte bis ich mich in die Zeit hineinversetzen konnte und verstehen weswegen Allen das tut, was ihre Mutter von ihr verlangt. Sie wird Lehrerin, obwohl sie doch viel lieber nach New York gehen würde um dort Dichterin oder Schriftstellerin zu werden. Doch sie beugt sich dem Willen ihrer Mutter und geht als Lehrerin an ein College. Denn sie muss noch Schulden und Studienkredite abbezahlen und dies geht mit einem sicheren Job eben viel leichter. Außerdem liebt sie die Literatur und bringt diese durch ihre Leidenschaft auch ihren Studenten näher. Als sich herauskristallisiert, dass zwei ihrer Studenten genau so viel Interesse an Literatur, Musik und dem Schreiben haben beginnt sie mit George und Toby sich zu treffen. Sie führen die Diskussionen der Unterrichtsstunde zu Hause und am Abend einfach weiter. Sie begleitet die beiden in Cafés, sie lesen sich gegenseitig aus Büchern vor und albern im Park herum. Wir begleiten die drei durch wunderbare Frühlingsnächten mit tollen Gesprächen, guter Musik und hitzigen Diskussionen. Doch als Allen sich in einen von den beiden Studenten verliebt bemerkt sie zu spät die Grenzen der Gesellschaft. Sie muss sich entscheiden wie viel ihr ihre Träume wert sind.

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Fazit

Ein Buch voller Romantik, dem Aufbruch in eine neue Generation und mit ganz viel Liebe zur Literatur. In diesem Buch müssen Entscheidungen getroffen werden, die für jede Frau in der heutigen Zeit selbstverständlich sind und keine große Rolle mehr spielen, aber zu dieser Zeit weitreichende Folgen haben konnten. Gleich zu Anfang erzählt Jetta Carleton, dass es zum Teil ihre Geschichte ist, die sie auf Allen Liles übertragen hat und man ist geneigt ihr das zu glauben, denn nur wer so gefühlt und geliebt hat schafft es dieses so in einen Roman zu verpacken.

4/5 Punkte

Ein Gedanke zu „Rezension „In Frühlingsnächten“ von Jetta Carleton

  • Februar 2, 2015 um 9:51 pm
    Permalink

    Eine sehr schöne Rezension und es freut mich, dass dir das Buch doch so gut gefallen hat. 🙂

    Liebe Grüße
    Petzi

    Antwort

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