Rezension Wüste Welt von Wolfgang Popp

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Wüste Welt

Erschienen als gebundene Ausgabe

158 Seiten

ISBN: 978-3-903005-14-3

Erschienen bei edition atalier

Zur Verfügung gestellt von Lovelybooks

 

Inhalt

Ein rätselhaftes SMS seines Bruders führt einen Musiker nach Marokko. Dort beginnt eine abenteuerliche Verfolgungsjagd quer durch das ganze Land. Mysteriöse Hinweise und ein altes Hippie-Paar führen ihn schließlich in die Wüste zu einer Zeremonie von Geisterbeschwörern, wo er seinen Bruder endlich zu finden hofft.

Meinung

Der Erzähler erhält nach Jahren der Funkstille eine mysteriöse SMS seines Bruders. Diese SMS ist der Auftakt für eine Schnitzeljagd quer durch Marokko, denn obwohl sie keinerlei Kontakt haben fühlt sich der Erzähler genötigt in ein Flugzeug zu steigen und seinem Bruder in einem fremden Land nach zu jagen. In Marokko stolpert er über Menschen, die immer nur in Rätseln und nur bruchstückhaft berichten. Die ganze Zeit über hatte ich das Gefühl einem Geist, welcher nicht existierte hinterherzujagen. Denn egal wo wir hinkommen, sein Bruder ist schon wieder weg, wir haben ihn jedes Mal knapp verpasst. Dafür lernen wir, der Erzähler und ich auf der Reise ein Hippie-Paar kennen. Auch lande ich in einer Geisterbeschwörung, die meinen Eindruck, der Bruder existiert gar nicht noch verstärkt hatte. Beim schreiben dieser Rezension fällt mir gerade auf, dass ich überhaupt keinen Namen zu dem Protagonisten erfahren habe. Irgendwie war ich immer der Meinung er würde Michael heißen, finde darüber aber in meinen Notizen nichts. Er bleibt die ganze Geschichte über gesichtslos. Wahrscheinlich damit sich derjenige, der die Geschichte liest sich besser mit dem Erzähler identifizieren kann, was mir aber leider nicht wirklich gelungen ist. Auch der abgehackte Satzbau ließ mich während des Lesens immer wieder stocken. Leider lässt mich das Ende auch nicht wirklich schlauer zurück. Existiert der jüngere Bruder überhaupt? Das Bild, dass der Erzähler von ihm zeichnet ist so wahnsinnig perfekt, unfehlbar. Sein jüngerer Bruder kann ständig alles besser, wird von allen geliebt und er ist der bessere Mensch von ihnen beiden. Der Erzähler hingegen ist bieder, nur Musiker und nicht sonderlich begabt oder beliebt. Am Ender der Reise glaube ich hat der Erzähler eigentlich nur sich selbst gejagt, um zu sich zurück zu finden.

Fazit

Eine Schnitzeljagd quer durch Marokko bei der es offen bleibt, ob wir einer Fata Morgana nachjagen oder nicht. Letztlich ist es eine Geschichte über das Verschwinden einer geliebten Person. 3/5 Punkte

4 Gedanken zu „Rezension Wüste Welt von Wolfgang Popp

  • Januar 22, 2017 um 6:35 pm
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    Liebe Corinna,
    echt schade, dass das Buch nicht überzeugen konnte. Ich hab es letzte Woche in meiner Stammbuchhandlung liegen sehen und kurz in die Hand genommen OBWOHL es nicht mein Genre ist, da ich Wüste mag und das Cover mich angesprochen hat. Außerdem wird es mal wieder Zeit aus meinem eingefahrenen Lesegenre rauszukommen. Aber das wird es dann wohl nicht werden. Es klingt ein bissi arg konstruiert.
    Danke für den Einblick!
    Dir einen wunderschönen Abend & morgen einen guten Start in die Woche
    LG, Kati

    Antwort
  • Januar 24, 2017 um 4:50 pm
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    Ohjee, Begeisterung klingt anders. Bei mir liegt es noch auf dem SuB, mal sehen wie ich es nach dem Lesen empfinden werde … Aber zunächst rutscht es weiter nach unten!
    Liebe Grüße!

    Antwort
    • Januar 24, 2017 um 7:20 pm
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      Leider hatte ich mir was anderes darunter vorgestellt, vielleicht gefällt es dir ja besser als mir 🙂
      Jedes Buch hat ja seine Liebhaber 🙂

      Liebe Grüße

      Antwort
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