Rezension „Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag

Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag
Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag

Zum Buch

Mein bester letzter Sommer

Erschienen als gebundene Ausgabe

367 Seiten

ISBN: 978-3-453-27012-1

Erschienen bei Heyne fliegt

 

 

 

 

 

Inhalt

Tessa hat immer gewartet: auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, sie hätte noch Zeit. Doch die hat sie nicht. Tessa wird sterben und das schon sehr bald. Sie ist fassungslos, wütend und verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der sie und ihre Fassade durchschaut, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr zur Seite steht. Er überrascht Tessa mit einem großartigen Plan und schenkt ihr einen letzten Sommer. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind.

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Das Leben wird nicht definiert von den Momenten, in denen du atmest, sondern von denen, die dir den Atem rauben. Seite 24

Meinung

Tessa ist 17 Jahre alt und wird bald sterben. Sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Ihre komplette Welt steht Kopf. Denn sie hat immer gewartet. Gewartet auf den perfekten Moment, auf den perfekten Jungen, auf eben die perfekten Momente. Doch nun weiß sie, dass sie schwer krank ist und das sie bald sterben wird und sie hat die ganze Zeit, ihr ganzes junges Leben mit warten verbracht, anstatt einfach zu leben. Das macht sie wütend, richtig wütend, fassungslos, unendlich traurig und gleichzeitig hat sie doch schon resigniert. Sie wartet richtiggehend auf den Tod, sie will sich nicht mehr hübsch machen, schön anziehen, denn wofür auch? Sie muss doch eh sterben. Tessa tat mir so unglaublich leid. Mit 17 Jahren zu sterben, nie zu heiraten, nie eine Zukunft haben, nie Autofahren. Ich hätte mich am liebsten zu Tessa ins Bett gelegt und wäre mit ihr traurig gewesen. Doch dann kam Oskar. Auf Oskar waren weder Tes noch ich vorbereitet. Ein junger Mann gerade 19 Jahre alt spaziert einfach so in ihr Leben und schon ist es um uns beide geschehen. Ein Blick in seine blauen Augen und Tessa und ich waren ihm verfallen. Er vermittelt Tessa das Gefühl schön zu sein, einzigartig und das es sich lohnt zu kämpfen. Er schafft das, was in den letzten Monaten keiner geschafft hat. Er holt Tessa aus ihrem Loch, er lenkt sie davon ab nicht ständig über ihren Tod zu grübeln. Für ihn macht sie sich schön. Und er schenkt ihr das beste auf der Welt. Er schenkt ihr einen letzten Sommer. Durch Oskar habe ich eine humorvolle und witzige Tessa kennen gelernt, ein junges Mädchen, dass sich gerade eben verliebt hat. Sie ist mit Oskar so unwahrscheinlich glücklich und lebensbejahend. Sie will leben und glücklich sein.

Die Liebe meines Lebens steht hinter mir, und dieser Gedanke lässt mein Herz schneller klopfen. Seite 236

Anne Freytag hat mich mit diesem Buch auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt, denn Tessas Verzweiflung und die Angst, jemand nah an sich heranzulassen, da sie doch sowieso bald sterben würde und sie damit die Menschen verletzen würde und ihre innere Zerrissenheit gegenüber ihrer Krankheit und der Mut, sich dann doch auf eine Beziehung und ein Abenteuer einzulassen waren auf jeder Seite greifbar. Ich hatte einen Knoten in der Brust, der mir das Atmen schwermachte. Dann kam die Verliebtheit mit den Schmetterlingen im Bauch und die Aufregung, die Vorfreude und auch diese Gefühle waren zum Greifen nah.

Es ist nicht einfach zu sterben, aber es ist sicher auch nicht leicht, jemandem, den man gerne hat, dabei zuzusehen. Seite 306

Dieses Buch führt einem vor Augen, dass man seine Zeit nicht mit warten verbringen sollte, denn keiner von uns weiß wie viel Zeit einem bleibt oder wie schnell eben genau diese Zeit abgelaufen sein kann. Der perfekte Moment wird nicht kommen, wenn man sich nicht auf die Suche nach ihm macht. Manche Sachen muss man auf sich zukommen lassen.

Anne Freytag hat sich mit Tessa und Oskar in mein Herz geschrieben und auch wenn man schon erahnen kann anhand des Klappentextes, dass es eine schwierige Ausgangssituation ist sollte man dieses Buch mit seinem eigenen Soundtrack auf alle Fälle gelesen haben. Dieser Soundtrack läuft jetzt auch für das Schreiben dieser Rezension. Und selbst jetzt noch lösen die Lieder je nach Situation ein beklemmendes, trauriges Gefühl aus oder zaubern mir ein Lächeln bei dem Gedanken an die Verliebtheit und Leichtigkeit des Sommers ins Gesicht.

Fazit

Eine Geschichte für den Sommer, ein Buch für das Herz, welches einem trotz der traurigen Thematik eine Leichtigkeit und ein verliebtes Lächeln ins Gesicht zaubert. 5/5 Punkte

6 Gedanken zu „Rezension „Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag

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