Rezension „Die Henkerstochter“ von Oliver Plötzsch

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Die Henkerstochter

Erschienen als Taschenbuch

511 Seiten

ISBN: 978-3-548-26852-1

Band 1                                                                          Erschienen bei Ullstein

Inhalt

Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin, und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

Meinung

Am 24.April Anno Domini 1659 in Schongau passiert ein Unglück. Aus dem Lech fischen Floßleute einen Buben, der kurz darauf verstirbt und er trägt ein Hexenmal. Sofort wird die Hebamme verdächtigt und von dem Henker Jakob Kuisl in das Gefängnis gebracht, um vor der Meute in Sicherheit zu sein. Doch dieser Vorfall soll nicht der letzte dieser Art gewesen sein und Jakob Kuisl glaubt nicht an Hexerei und macht sich zusammen mit Simon Fronwieser, dem Sohn des Medicus und seiner Tochter Magdalena auf die Suche nach dem wahren Mörder. Doch das sie tatsächlich auf den Teufel persönlich stoßen war ihnen nicht klar unter dem Einsatz ihres Lebens versuchen sie die Zusammenhänge aufzuklären.

Ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack. Oliver Plötzsch schafft es einem in eine andere Welt abtauchen zu lassen und sofort ist man gefangen in der Vergangenheit und fiebert mit den Hauptfiguren mit. Das Rätseln hat begonnen und immer wenn ich dachte, ich weiß was dahintersteckt passiert wieder etwas unvorhergesehenes und schon stehe ich wieder da und muss von neuem rätseln.

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Geschickt streut er falsche Fährten und lotst einen gedanklich in eine andere Richtung. Spannend bis zur letzten Seite habe ich den Atem angehalten, um endlich hinter das Geheimnis zu kommen.

Jakob Kuisl habe ich dabei besonders ins Herz geschlossen, er sagt gerade aus was er denkt und flucht wie der Teufel persönlich. Es liest sich so schon flüssig und die Menschen sprechen in ihrem Dialekt und da macht das Fluchen vom Kuisl gleich noch mehr Spaß. Er erweckt so einen absolut zufriedenen Eindruck mit sich und seinem Leben und seine Kinder liebt er über alles. Auch den Simon und die Magdalena lässt einen Oliver Plötzsch ins Herz schließen, denn auch Magdalena hat die zufriedene Art ihres Vaters geerbt.

Fazit

Ein historischer Roman mit einem Hauch Krimi, der immer für die nötige Spannung sorgt und man so das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. 4/5 Punkte

2 Gedanken zu „Rezension „Die Henkerstochter“ von Oliver Plötzsch

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