Rezension „Sündenbock“ von Judith Arendt

9783548285658_coverZum Buch

Sündenbock

Erschienen als Taschenbuch

301 Seiten

Reihenfolge 2. Band

ISBN: 978-3-548-28565-8

Erschienen bei Ullstein

Rezension Band 1 Unschuldslamm

Inhalt

Ein Jahr ist Ruth Holländer bereits Schöffin, aber dieses Ehedrama erschüttert sie besonders: Rentner Jürgen Dombroschke ist angeklagt, seine an Parkinson erkrankte Frau vergiftet zu haben. Ein deprimierender Fall, bei dem alles klar zu sein scheint. Doch Ruth spürt, dass ein Puzzleteil fehlt. Hin- und hergerissen zwischen Schöffinnendasein und Privatleben, hört Ruth sich – gegen den Rat ihres Freundes, Staatsanwalt Hannes Eisenrauch – ein bisschen um. Auch in Dombroschkes Schrebergarten. Und entdeckt die dramatische Wahrheit…

Meinung

Auch in diesem Fall ist wieder Verlass auf Ruth Holländers Instinkt und Gespür dafür, dass irgendwie nichts zusammen passt. Lange Zeit hat Ruth nur kleine Fälle als Schöffin begleitet, doch jetzt bekommt sie wieder einen Fall zu geteilt, an dem nichts so recht zusammen passen will. Auch mit dem zweiten Schöffen bei Gericht kommt Ruth so gar nicht klar. Ist er doch das absolute Gegenteil zu ihr. Jürgen Dombroschke, ein Rentner ist angeklagt seine Frau vergiftet zu haben. Im Verlauf des Buches lernen wir Margit und Jürgen näher kennen und auch ihr früheres Leben, dass so gar nichts mehr mit dem Leben im Alter zu tun hat. Die agile und lebensfrohe Margit ist an ihr Bett gefesselt und ihrem Mann Jürgen hoffnungslos ausgeliefert. Leider ist Ruth in diesem Teil nicht mehr wirklich viel vor Gericht selber tätig und mir fehlte der Funke für diesen Fall/Prozess, der mich bei ihrem ersten Buch so gefesselt hatte und es mich nicht mehr aus der Hand legen lies. In Sündenbock ist Ruth mehr als Ermittlerin beschäftigt und auch viel mehr mit ihrem Privatleben. Das in diesem Buch mehr Raum einnimmt als im ersten Teil. Ruth führt mittlerweile mit dem Staatsanwalt Hannes Eisenrauch eine Beziehung, oder so etwas in der Art. Auch ist sie als Tochter, Mutter, Ex-Frau und Restaurantbesitzerin arg in Anspruch genommen und der Fall Jürgen Dombroschke gerät vorerst in den Hintergrund. Zum Ende des Buches, also Ruth doch nochmal sich als Ermittlerin in dem Fall versucht kommt ein bisschen Spannung in die Geschichte.

Auch in diesem Buch haben mich die unterschiedlichen Charaktere sehr überzeugt. Jeder ist passend ausgearbeitet, hat seine kleinen Ecken und Kanten und passt doch perfekt in das Gesamtbild. Besonders sympathisch finde ich Jamila, die ich schon im ersten Teil sehr ins Herz geschlossen habe.

Fazit

Zu Anfang fehlte mir ein bisschen der Draht zu diesem Fall, was sich kurz vor Ende nochmals wandelte und ich doch noch Zugang zu dem Fall Dombroschke fand. Es ist ein Krimi, der dem Leser einen Einblick in das Amt der Schöffin und deren Leben in Berlin gibt. 4/5 Punkte

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