Rezension „Der Sohn“ von Jo Nesbo

9783550080449_coverZum Buch

Der Sohn

Übersetzung von Günther Frauenlob

Erschienen als Hardcover

521 Seiten

ISBN: 978-3-550-08044-9

Erschienen bei Ullstein

 

Inhalt

Sonny ist auf der Flucht. Sonny ist ein vorbildlicher Gefangener. Er lauscht den Geständnissen seiner Mitgefangenen und vergibt ihnen ihre Sünden. Er wurde sein ganzes Leben lang belogen. Doch dann ändert das Geständnis eines Mitgefangenen alles. Er weiß etwas über Sonnys in Ungnade gefallenen Vater. Sonny will Rache. Er flieht aus dem Gefängnis. Die Verantwortlichen sollen für ihre Verbrechen zahlen. Wie hoch der Preis auch sein mag.

Meinung

Sonny Lofthus ist ein verurteilter Mörder, der komplett abhängig von Heroin ist. Er fristet sein Dasein im Gefängnis Staten in Oslo. Seine Mitgefangenen sehen in ihm eine Art Pastor, der ihnen ihre Sünden vergibt, deswegen wird er von allen Mitgefangenen respektiert. Eines Tages kommt ein Mithäftling um seine Sünde zu beichten und Sonny die Wahrheit über seinen Vater zu erzählen. Denn er kennt die ganze Geschichte. Die Wahrheit lässt in Sonny den Wunsch nach Rache durchbrechen und mit viel Geschick macht sich Sonny auf den Weg um für Gerechtigkeit zu sorgen. Dabei wirkt er keines Weges grausam oder gnadenlos. Er möchte nur, dass die Menschen dafür bezahlen, die seinem Vater und ihm das angetan haben. Er wirkt anderen Menschen gegenüber vertrauensselig und gutmütig. Zu Anfang drängte sich mir das Wort naiv auf, aber er ist keines Falles naiv, er weiß genau was er will. Kommt dabei in der realen Welt außerhalb des Gefängnisses zu Anfang nur schlecht zurecht. Gemeinsam begleiten wir ihn auf seiner Abenteuerfahrt die Bösen zu vernichten. Auch sehen wir wie Sonny das erste Mal sich verliebt ist und alles neu entdeckt und dabei versucht irgendwie zu überleben.

Da Sonny meiner Meinung nach nicht zu den Bösen gehört, sondern mehr der Rächer ist gibt es in diesem Buch auch richtige Bösewichte und korrupte Polizisten. Einer der Bösen ist der Zwilling. Über ihn wird nur geflüstert. Er bleibt lang etwas unklar und schwammig, im Gegensatz zu Nestor. Nestor macht für den Zwilling die Drecksarbeit und kümmert sich um’s Geschäft. Sollte es nicht so laufen wie der Zwilling das möchte muss er dort antanzen und Rede und Antwort stehen. Im Laufe des Buches tritt auch der Zwilling immer mehr in Erscheinung und er ist ein Kind des Teufels. Er hat vor nichts Angst und schreckt vor nichts zurück.

Wenn es Böse gibt muss es auch die Guten geben. Dazu zählen Simon Kefas und Kari Adel. Simon ist beim Morddezernat als ihm Kari unterstellt wird. Er soll sie anlernen. Simon ist ein angenehmer Charakter, den ich sofort ins Herz geschlossen habe, aber über ihm schwebt ein düsterer Schatten. Seine Vergangenheit verfolgt ihn und lässt ihn nicht los. Er versucht Kari so viel wie möglich beizubringen und wenn er nicht nach Lehrbuch vorgeht nimmt er sie nicht mit.

 2015-03-07 20.01.22

Fazit

Ein Thriller, der einem für eine kurze Zeit den Einblick in den Abgrund der menschlichen Seele zeigt und einem die Handlung gebannt verfolgen lässt. Die rasanten Szenenwechsel und die Wendungen ließen mich das Buch von der ersten Seite nicht mehr aus der Hand legen. Für mich war es der erste Jo Nesbo Thriller aber garantiert nicht der letzte.

5/5 Punkte

4 Gedanken zu „Rezension „Der Sohn“ von Jo Nesbo

  • März 23, 2015 um 11:59 am
    Permalink

    Hi,
    so jetzt bin ich hier auf deinem Blog gelandet. Tolle Rezension – ich MUSSTE sie dann doch jetzt schon lesen 😉
    Werde jetzt schnell noch ein paar Zeilen in „Der Sohn“ weiterlesen. Möchte endlich wissen, wie es ausgeht. Sonny finde ich einfach super als Person…manchmal kann man seine Rache doch wirklich nachvollziehen oder?
    Liebe Grüße,
    Olivia

    Antwort
    • März 23, 2015 um 7:07 pm
      Permalink

      Hallo Olivia,

      Schön, das dich dieses Buch auch so begeistern konnte 🙂
      weiterhin viel Spaß beim Lesen.
      Liebe Grüße
      Corinna

      Antwort
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