Böses Kind von Martin Krist

JEDE LÜGE HAT IHREN PREIS. DIESE WIRD DICH TÖTEN.

Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.
Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.
Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Endlich ein neues Buch von Martin Krist! Böses Kind ist der Auftakt zu einer Thriller-Reihe von Martin Krist. Erst einmal vielen Dank, dass ich das Buch bereits im vorab lesen durfte.

Gleich zu Anfang, wie zu erwarten bei Martin Krist, stehe ich mitten im Geschehen. Mitten in einem Traum? Oder etwa doch in der Realität? Nicht gerade zimperlich beschreibt Martin Krist die Szene. Ich muss zugeben, ich wäre enttäuscht gewesen wäre es anders gekommen. So weiß ich gleich worauf ich mich einlasse und wo der Weg hoffentlich hingehen wird. Das erste Opfer eine ermordete junge Frau. Gemeinsam mit seiner Kollegin Louisa ermittelten sie in diesem Fall.

Dann wäre da noch Suse Pirnatt. Suse ist eine junge Mutter, auch sie lebt in Berlin, allerdings in einer etwas sozial schlechter gestellten Gegend mit viel Arbeitslosigkeit, fast gleich bedeutend dort mit Hoffnungslosigkeit und trister Umgebung. Die Straßen sind nicht die besten, Hauswände sind besprüht, die Jugendlichen hängen einfach nur ab, nehmen vielleicht sogar noch Drogen. Sie ist heillos mit ihrem Leben überfordert. Von ihrem Mann mit drei Kindern allein gelassen, ohne richtigen Job und kein gutes Verhältnis zu den Eltern ist sie gezwungen genau dort zu leben. Sie hält sich gerade so über Wasser, dann verschwindet ihre Tochter spurlos. Suse ist verzweifelt und weiß nicht so genau wo sie anfangen soll zu suchen. Denn leider ist ihr Verhältnis zu ihrer Tochter alles andere als einfach gewesen. Keiner der beiden kam sonderlich gut damit klar, dass der Mann bzw. der Vater sie verlassen hat. Als dann auch noch ein Mord geschieht nimmt die ganze Erzählung an Geschwindigkeit zu. Hin und her gerissen zwischen Neugier und Mitgefühl für die junge Mutter, die wirklich viel Pech hatte verfolge ich die Ermittlungen.

Henry Frei ist Kriminalhauptkommissar und ganz normal. Ja, ich finde das erwähnenswert, weil sonst haben die Kriminalhauptkommissar oder Ermittler alle ein Laster. Z.B. Alkoholsucht wie bei Harry Hole oder Probleme mit der Familie. In der Regel sind sie der einsame Wolf auf der Jagd nach Gerechtigkeit. Doch Henry ist ganz anders, obwohl auch er ein dunkles Geheimnis besitzt. Er hat Frau und Kinder und liebt diese über alles. Besonders hat es mir die Beziehung zwischen ihm und seinem Sohn angetan, auch weil es mit seiner Erkrankung alles nicht ganz einfach ist, doch er und seine Frau haben einen guten Weg gefunden damit umzugehen. Am Anfang hatte ich mit dem Ordnungswahn und der Art, wie Henry mit seinem neuen Kollegen umgeht etwas Schwierigkeiten. Noch dazu, da er seine Partnerin ganz anders behandelt hat. Ich konnte nicht nachvollziehen wieso er so ist wie er eben ist, aber umso länger ich in dem Buch gelesen habe, umso besser ist es geworden. Am Ende des Buches fand ich Henry ganz klasse.

 

Fazit

Packend und spannend ist der erste Fall von Henry Frei auf jeden Fall. Dieser Thriller ist nicht ganz so komplex wie gewohnt, doch nach einer Vorwarnung war ich auch darauf schon gefasst und bin Martin Krist trotzdem auf dem Leim gegangen. Es gibt da noch einen roten Faden, der sich durch das ganze Buch zieht und mich schon wahnsinnig neugierig auf den zweiten Teil macht. Aber am schlimmsten war da ganz eindeutig der Cliffhanger am Ende des Buches. Ich muss wissen wie es weiter geht. 5/5 Punkte

 

Zum Buch

Böses Kind

Teil 1

Erschienen als e-Book/Taschenbuch

324 Seiten

ISBN:  978-3745035292

Erschienen bei epubli

Erhalten als Rezensionsexemplar

 

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